20.07.2026. Zum ersten Mal wird Melk zum 50. Jubiläum der Kleinbrett-Mannschaftsmeisterschaft Meister und darf die ehrenvolle Aufgabe übernehmen den Donaupokal 2026 auszutragen. Drei Meister, ein Turnier, ein Pokal.
Neben dem Gastgeber Melk nahmen daran am vergangenen Wochenende der Billardclub Kempten aus Bayern und Usti nad Labem aus Tschechien teil. Gespielt wurden die typischen Mannschaftsdisziplinen, wobei die Distanzen bei den Aufnahmen etwas reduziert wurden: Freie Partie 300/15, Cadre 35/2 200/15, Einband 125/25 und Dreiband 50/40.
Aufstellungen:
Melk: Andreas Mittermayr (Frei), Robert Hochenauer (Cadre 35/2), Karl Buchegger (Einband), Klemens Fuchs (Dreiband)
Kempten: Peter Steinberger (Frei), Willi Steinberger (Cadre 35/2), Dieter Steinberger (Einband), Wolfgang Zenkner (Dreiband) – [Steinberger-Brüder – insgesamt 6 Brüder und alle spielen Billard]
Usti: Jiri Dostal (Frei), Pavel Böhm (Cadre 35/2), Martin Mrkvicka (Einband), Vlastislav Tauterman (Dreiband)
Am Freitag gab es ab 18 Uhr ein lockeres Meet & Greet mit den beiden Gastmannschaften und die Möglichkeiten sich bis 21 Uhr auf den neu überzogenen Tischen sowie mit den neuen Bällen einzuspielen. Die Reaktionen fielen dabei sehr positiv aus. Man ist es jedoch nicht gewohnt, dass so gutes Material bereitgestellt wird.
Am Samstag ging es dann ab 10 Uhr mit der Partie Kempten gegen Usti los. Auf zwei Tischen wurden immer gleichzeitig gespielt, angefangen mit Freie Partie und Cadre, gefolgt von Einband und Dreiband. Nach einer 4:0 Führung von Usti kämpfte sich Kempten noch zu einem 4:4 Unentschieden. Herausragend war die Cadre von Pavel Böhm (Usti) 200 in 5 Aufnahmen und von Wolfgang Zenkner (Kempten) 50 in 30 Aufnahmen in der Dreiband.
Da Usti den besseren Schnitt hatte, folgte die Begegnung Melk gegen Kempten. Robert Hochenauer konnte trotz großer Hitze eine starke Partie von 200 in 6 Aufnahmen in der Cadre 35/2 zeigen und holte zumindest 2 Partiepunkte. Am Ende gab es eine 2:6 Niederlage, da es bei den anderen Melker leider gar nicht gut lief.
Zum Abschluss des Tages wurden alle Spieler, Schiedsrichter, Schreiber und angereisten Begleiter um 19 Uhr beim Wachauerhof zum Essen eingeladen.
Am Sonntag waren die Temperaturen zum Glück etwas geringer und die Ergebnisse dadurch auch etwas besser. Leider konnte aus österreichischer Sicht trotzdem kein Sieg folgen und die Melker mussten sich 2:6 geschlagen geben. Herausragend die Partie von Pavel Böhm 200:0 in 2 Aufnahmen mit HS 194, aber auch der Sieg von Klemens Fuchs 39:37 in 40 Aufnahmen.
Um 13:30 folgte die Siegerehrung durch Obmann Karl Kurzbauer und Melks Bürgermeister Patrick Strobl. Usti gewann mit 3 Matchpunkten und einem VMGD von 37,90 vor Kempten ebenfalls mit 3 Matchpunkten und einem VMGD von 27,25, dahinter Melk mit 0 Matchpunkten und einen VMGD von 20,37.

Insgesamt war es eine durchaus nette und faire Veranstaltung mit guter Bewirtung (belegte Brote und Mehlspeisen) und sehr sympathischen Billardspielern aus allen Vereinen. Außerdem wurden von den Vereinen Gastgeschenke ausgetauscht und viele nette Gespräche geführt.

(Bericht: Thomas Gwiss, Sportleiter Erster Melker Billard Sport Club)