Efler und Felser bei Biathlon-Team-Staatsmeisterschaft erfolgreich – Duo holt Titel nach Auftaktniederlage

 

08.06.2026. Andreas Efler und Andreas Felser vom Billard Club Elite Wien haben sich bei der erstmals im Rahmen der Sport Austria Finals in Wien ausgetragenen dritten Staatsmeisterschaft im Biathlon-Team-Bewerb den Titel zurückgeholt.

Das Duo, das nach dem Gewinn der Premiere in der Sportsaison 2023/24 im Vorjahr hinter Karl Makik und Thomas Haselsteiner von der Wiener Billard Assoziation (WBA) Platz 2 belegte, verzeichnete heuer beim erneuten Titelanlauf jedoch einen klassischen Fehlstart.

Im ersten Vorrundengruppenmatch gegen Heike Hingerl und Manfred Herfert vom Grazer Billardklub sorgte zwar Andreas Efler in der Dreiband-Etappe für die erwartet klare Führung (100:36), im 5-Kegel-Billard-Part kam dann aber Andreas Felser gegen Manfred Herfert gehörig unter die Räder und musste den groß aufspielenden Steirer am Ende noch passieren lassen (183:200). Mit einem 200:155-Sieg im zweiten Gruppenspiel gegen Dietmar Vaclavek und Helga Mitterböck vom Billardklub Margareten realisierten Efler/Felser anschließend aber doch noch der Aufstieg ins Viertelfinale.

Dort kam es erneut zum Aufeinandertreffen mit Hingerl/Herfert, die nach einem 200:126-Erfolg gegen Vaclavek/Mitterböck als Gruppensieger in die Runde der Letzten 8 vordrangen. Dieses Mal agierte Andreas Felser im 5-Kegel sehr konsequent und baute den von Andreas Efler nach der Disziplin Dreiband übergebenen 100:44-Vorsprung am Ende zu einem überzeu­genden 200:70-Revanchesieg aus.

Das Semifinalduell gegen Titelverteidiger Makik/Haselsteiner ging anschließend mit 200:143 an das BC-Elite-Wien-Tandem. Im Endspiel gegen die Überraschungsfinalisten, das dritte Team der WBA, Alois Rötzer und Martin Vavra, führte dann eine starke Dreibandleistung von Andreas Efler (100:32) und eine sehr solide 5-Kegel-Vorstellung von Andreas Felser zu einem am Ende hochverdienten 200:93-Sieg und zum zweiten Biathlon-Team-Staatsmeistertitel für die Topfavoriten.

„Wir waren nach den Vorrundenergebnissen einerseits gewarnt und aufgerüttelt und haben andererseits gewusst, dass die K.-o.-Phase immer ein bisschen anders ist. Aus der Gruppenphase steigt man als Erster oder Zweiter auf, und im K.-o. zählt nur, das Match zu gewinnen. Dementsprechend hat Andreas im Dreiband, der ersten Disziplin, mir immer einen recht guten, recht hohen Vorsprung verschafft, und den konnte ich auch sehr konsequent verwalten, teilweise ausbauen und teilweise ein bisschen schrumpfen lassen, aber immer noch mit einem gewissen Blick darauf, dass das Match bei 200 vorüber ist“, sagte Andreas Felser.

Andreas Felser spielte am Finaltag konsequenter als noch in der Vorrunde – Foto (c) GEPA/Edgar Eisner

„Wir sind als Favoriten in das Turnier hineingegangen, aber das hat noch nichts zu sagen, wie man am ersten Tag gesehen hat. Da haben wir gleich einmal eine Partie verloren. Am Finaltag haben wir aber alles wettgemacht und sehr, sehr gut agiert und sehr gut gespielt. Die erstmalige Teilnahme von Carambol-Billard an den Sport Austria Finals ist ein Meilenstein, und ich hoffe, das wird öfter so sein. Da konnten wir uns wirklich als Sport präsentieren“, sagte Andreas Efler.

Zeigte im Finale seine beste Dreiband-Leistung – Andreas Felser – Foto (c) GEPA/Edgar Eisner

Überraschungsfinalist
Alois Rötzer und Martin Vavra sorgten mit dem Gewinn der Silbermedaille für die große Turnierüberraschung. Das dritte Team der Wiener Billard Assoziation landete zu Beginn einen klaren 200:70-Erfolg gegen Siegfried Goisauf und Natascha Al-Mamar vom Billard Club Vienna, schaffte aber nach einer 155:200-Niederlage gegen das Topduo vom Billard Sportklub Augarten, Gerhard Ralis und Christian Urbancic, nur als Gruppenzweiter den Aufstieg ins Viertelfinale.

Dort kam es erneut zum Duell gegen Ralis/Urbancic wobei nach einem langen Kampf auf Augenhöhe am Ende Martin Vavra die Nerven behielt und die entscheidenden Punkte zum 200:188-Sieg erzielte. Der Einzug ins Endspiel folgte anschließend mit einem 200:177-Kraftakt gegen die höher eingestuften WBA-Vereinskollegen Andreas Simperler und Herbert Sedlak, die in der Vorrunde als punktestärkstes Team überzeugten. Im Finale konnten Rötzer/Vavra das Tempo von Efler/Felser dann jedoch nicht mehr mitgehen, zeigten sich aber am Ende zufrieden mit ihrer Leistung und dem Gewinn der Silbermedaille.

„Es war total überraschend, dass wir uns diese Silbermedaille erspielen konnten. Wir hatten uns nur überlegt, dass wir die Gruppenphase schaffen wollten, also dort eine Partie gewinnen, und das war dann gleich klar nach der ersten Runde. Alles Weitere war einfach nur eine Draufgabe für uns. Als Team haben wir perfekt funktioniert“, sagte Alois Rötzer.

Alois Rötzer sorgte im Finale für spektakuläre Vorband-Lösungen – Foto (c) GEPA/Edgar Eisner

„Alois hat für mich fast immer so schön vorgelegt, dass ich gegen durchaus starke Gegner wenig aufholen musste. Danke nochmals dafür. Gegen Andreas Felser gerät man im Kegel-Billard sehr oft in Rückstand. Das ist keine Überraschung, dass man gegen ihn aufholen muss. Ich habe es probiert, bin aber sehr schwer ins Spiel gekommen. Wahrscheinlich hat auch der Kopf mitgespielt, weil ich quasi annähernd 1,7-mal so viele Punkte machen hätte müssen wie er. Das war schwierig und war in dem Fall nicht zu machen aber wir sind überglücklich. Es war auch nicht zu erwarten, dass wir überhaupt die Silber­medaille holen würden“, erklärte Martin Vavra.

Hielt vor allem im Viertelfinale und Semifinale am Ende sein 5-Kegel-Spiel gut zusammen – Martin Vavra – Foto (c) GEPA/Edgar Eisner

Kombiformat mit Potenzial

Das Biathlon-Team-Format besteht aus den Carambol-Disziplinen Dreiband und 5-Kegel-Billard, wobei jeder Dreibandpunkt mit dem Faktor 4 multipliziert wird. Nach 100 Punkten (25 Dreiband-Carambolagen) wird mit 5-Kegel fortgesetzt. Das Match endet dann, wenn ein:e Spieler:in 200 Punkte erreicht hat.

Bei der dritten Staatsmeisterschaft, die in der Wiener Billard Assoziation – erstmals im Rahmen der Sport Austria Finals – austragen wurde, war mit zwölf Teams das Teilnehmerfeld so groß wie noch nie. Die Teams wurden in vier Dreiergruppen eingeteilt, wo in den Gruppen im Round-Robin-Modus (jeder gegen jeden) gespielt wurde und die Gruppenersten und
-zweiten den Aufstieg ins Viertelfinale schafften. Ab dann fiel im einfachen K.-o.-System die Titelentscheidung.

Die Medaillengewiner der 3. ÖSTM Biathlon-Team v.l.n.r. Alois Rötzer (2.), Martin Vavra (2.), Andreas Felser (1.), Andreas Efler (1.), Thomas Haselsteiner (3.), Karl Makik (3.), Andreas Simperler (3.), Herbert Sedlak (3.)) – Foto (c) GEPA/Edgar Eisner

Biathlon-Meisterschaften gehören seit der Sportsaison 2017/218 zum Sportprogramm des Billard Sportverbands Österreich. Die Wettkämpfe fanden zunächst als Einzelbewerbe statt, ehe 2023/24 auf einen Teammodus gewechselt wurde.

Weitere Informationen zur 3. ÖSTM Biathlon-Team:
Details Vorrunde: https://www.bsvoe.com/kalender/ligen-kalender/liga-kalender/nmc-id/663a9d00f71ab4d55a9cc4d1/
Details Endrunde: https://www.bsvoe.com/kalender/ligen-kalender/liga-kalender/nmc-id/6a2525c3e89600ea513737c0/
Livestreams (Sport Austria Finals Plattform):
https://sportaustriafinals.tv/event/75536/billard-wer-schafft-es-in-die-entscheidungsspiele-tisch-1-saf26
https://sportaustriafinals.tv/event/75537/billard-wer-schafft-es-in-die-entscheidungsspiele-tisch-2-saf26
https://sportaustriafinals.tv/event/75538/billard-die-entscheidungen-im-titelkampf-tisch-1-saf26
https://sportaustriafinals.tv/event/75539/billard-die-entscheidungen-im-titelkampf-tisch-2-saf26
Chronik: Österreichische Meister und Staatsmeister im Biathlon: https://www.bsvoe.com/biathlon/

(a.kronlachner@billardunion.at)

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