Einband-Bronze für Kahofer bei Carambol-EM-Auftakt in Antalya • Kogelbauer im U25-Dreiband-Semifinale • Makik verpasst 5-Kegel-Achtelfinaleinzug knapp

 

09.03.2026. Arnim Kahofer ist gestern mit dem Gewinn der Bronzemedaille in der Auftaktdisziplin Einband in die „All-In-One“-Carambol-Europameisterschaften in Antalya gestartet.

Der Wiener qualifizierte sich am vergangenen Samstag mit klaren Siegen gegen den Tschechen Tomáš Cebula (100:52), den Spanier Esteve Mata (100:62) und den Niederländer Gert-Jan Veldhuizen (100:29) als Vorrundengruppensieger für das Viertelfinale und setzte sich dort gestern Vormittag gegen den Schweizer Xavier Gretillat mit 120:84 durch.

Im Semifinale musste sich der Einband-Europameister 2024 dann aber dem Franzosen Xavier Le Roy mit 90:120 beugen, der sich mit diesem Sieg bei Kahofer für seine Finalniederlage von vor zwei Jahren revanchierte.

Im Einband erneut auf dem EM-Siegespodest – Arnim Kahofer – Foto (c) Touch-PR/Helga Ackermann

„Das war jetzt nicht mein bestes Turnier, und ich habe in jeder Partie einen schlechten Start gehabt. In der Vorrundengruppe habe ich mich zwar kontinuierlich gesteigert, aber ich habe eigentlich keine großen Serien gemacht. Das war der Schlüssel. Das Material war nicht leicht zu spielen – von sehr rutschig bis sehr griffig. Die Bälle sind auch in die Tischmitte abgefallen. Im Semifinale sind mir dadurch zwei, drei Fehler passiert.“

„Am Ende muss ich sagen, dass ich nicht das abrufen konnte, was ich im Einband wirklich kann. Le Roy hat im Semifinale gut gekämpft und auch etwas Glück gehabt. Wenn ich in meiner normalen Form gespielt hätte, hätte ich die Partie auch gewinnen können. Für diese Leistung ist die Bronzemedaille aber wirklich in Ordnung, und ich freue mich, dass ich schon jetzt mein Minimalziel erreicht habe“, sagte Kahofer.

Le Roy, der in der Vorrunde so wie Kahofer ungeschlagen blieb, setzte seinen Siegeszug auch im Endspiel fort und holte sich mit einem 120:91-Sieg gegen den Niederländer Raymund Swertz seinen ersten Einband-Europameistertitel. Österreichs zweiter Starter, der Wiener Michael Hikl, blieb in seiner Vorrundengruppe ohne Sieg.

Die Medaillengewinner der Einband-Europameisterschaft 2026 v.l.n.r. Raymund Swertz (2.), Xavier Le Roy (1.), Arnim Kahofer (3.), Nikolaos Gerassimopoulos (3.) – Foto (c) Touch-PR/Helga Ackermann

Kogelbauer greift nach U25-EM-Gold im Dreiband
Ex-Dreiband-Staatsmeister Nikolaus Kogelbauer steht bei der U25-Europameisterschaft in Antalya wie auch in den Jahren 2021 und 2023 in der Vorschlussrunde und greift heute erneut nach seinem ersten Nachwuchs-Europameistertitel. Der Wiener qualifizierte sich dabei für die K.-o.-Endrunde ohne einen einzigen Sieg. Kogelbauer remisierte in seiner Vorrunden­gruppe nach guter Leistung sowohl in seiner Auftaktpartie gegen den favorisierten Türken Seymen Özbaş als auch gegen dessen Landsmann Ataberk Çerkez.

Im Achtelfinale landete der bei Dreiband-Bundesligameister Pottendorf Aktive dann gegen den Spanier Sergio Martínez mit einem hart erkämpften 40:34 seinen ersten vollen Erfolg und hielt anschließend auch im Viertelfinale dessen Landsmann Toni García mit 40:32 auf Distanz. Semifinalgegner ist heute um 11.30 Uhr Ortszeit (9.30 Uhr MEZ) mit Daniel Sainz-Pardo Spaniens größte Dreiband-Nachwuchshoffnung. Die zweite Semifinalbegegnung bestreiten der frischgebackene Dreiband-Team-Vizeweltmeister Amir Ibraimov aus Deutschland und Überraschungsmann Abdullah Kaya aus der Türkei.

5-Kegel-Elite im geschlagenen Feld
Staatsmeister Karl Makik sorgte in der 5-Kegel-Einzelkonkurrenz für die beste Leistung. Der Schwechater setzte sich in seiner Vorrundengruppe sowohl gegen den Schweizer Paolo Camizzi als auch den Luxemburger Henri Degreef mit 2:1 in Sätzen durch, verpasste dann aber in der K.-o.-Endrunde den Achtelfinaleinzug gegen den Dänen Jonas Søndergaard, dem er nach 2:0-Satzführung noch mit 2:3 unterlag.

Karl Makik wies als einziger österreichischer 5-Kegel-Teilnehmer eine positive Match-Bilanz auf – Foto (c) Touch-PR/Helga Ackermann

Für den Wiener Herbert Sedlak, in seiner Vorrundengruppe nach einem 2:1-Erfolg gegen den Luxemburger Did Schintgen und einem 0:2 gegen Maurizio Gobbi aus San Marino auf Rang 2 und damit ebenfalls in der K.-o.-Endrunde, kam im Match um den Einzug ins Achtelfinale mit einer klaren 0:3-Niederlage gegen den favorisierten Dänen Kasper Kristoffersen das Aus.

Schaffte es neben Karl Makik auf in die K.-o.-Endrunde – Hebert Sedlak – Foto (c) Touch-PR/Helga Ackermann

Die Wiener Andreas Felser, Thomas Haselsteiner und Martin Jodl verpassten in ihren Vorrunden einen Sieg und mussten als Gruppenletzte die Segel streichen.

Die „All-In-One“-Carambol-Europameisterschaften 2026 werden bis zum 15. März im Royal Seginus Hotel in Antalya ausgetragen. In den kommenden Tagen fallen noch Entscheidungen in den folgenden Bewerben:

  • Dreiband U25 – Finaltag am 9. März
  • Billard-Artistik, Cadre 71/2 – Finaltag am 10. März
  • Dreiband Damen, 5-Kegel Teams – Finaltag am 11. März
  • Cadre 47/2, Billard-Artistik Teams – Finaltag am 12. März
  • Dreiband, 5-Kegel Damen – Finaltag am 14. März
  • Dreiband Damen Teams, Dreiband Herren Teams – Finaltag am 15. März

Weitere Informationen:
EM Einband: https://www.eurobillard.org/events/ec1c-520.html
EM Dreiband U25: https://www.eurobillard.org/events/ec3c-u25-521.html
EM 5-Kegel Einzel: https://www.eurobillard.org/events/ec5p-ind-519.html
Confédération Européenne de Billard: https://www.eurobillard.org/index.html

(a.kronlachner@billardunion.at)

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