Kahofer bei Dreiband-Weltcup in Ho-Chi-Minh-Stadt in Hauptbewerbsgruppenphase out

 

23.05.2026. Arnim Kahofer hat nach der erfolgreichen Qualifikation für die Endrunde des Dreiband-Weltcups in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, gestern in seiner Hauptbewerbsgruppe mit einem Sieg und zwei Niederlagen bilanziert, verpasste jedoch den Aufstieg ins Achtelfinale.

Der Wiener, dem erstmals seit September 2015 wieder der Sprung in die Top 32 bei einem Dreiband-Weltcup gelang, unterlag in seiner ersten Endrundenbegegnung dem regierenden Dreiband-Weltmeister Frédéric Caudron aus Belgien mit 27:40 in 31 Aufnahmen. Gegen Trainingspartner Martin Horn aus Deutschland steigerte sich der WM-Dritte dann deutlich, musste den Dreiband-Ex-Europameister aber am Ende mit 31:40 in 19 Aufnahmen ziehen lassen. Mit einem 40:39-Erfolg in 31 Aufnahmen gegen den Franzosen Mikaël Devogelaere sorgte Kahofer aber dann doch noch für einen positiven Ab­schluss seines Wettkampfs.

Die Dreiband-Formkurve zeigt nach oben – Arnim Kahofer – Foto (c) SOOP

„Ich bin sehr zufrieden, den Hauptbewerb erreicht zu haben. Gegen Caudron hatte ich leider eine schlechte, aber auch sehr schwere Partie. Gegen Martin habe ich gut gekämpft. Er hat dann aber mit einer 13er-Serie die Partie für sich entschieden, und gegen Devogelaere habe ich gewonnen. Damit war ich dann auch zufrieden.“

„Ich habe das Gefühl, dass meine Form, die ich letztes Jahr bei der WM hatte, langsam zurückkommt. Ich habe danach viel Serie trainiert und hatte auch viele Serienmeisterschaften, die ebenfalls erfolgreich waren, aber ich habe gemerkt, dass mir die Trainingszeit im Dreiband fehlt, und mir mangelt es auch ein bisschen an Robustheit, aber es wird jetzt besser, und ich freue mich schon auf den nächsten Weltcup in Ankara“, erklärte Kahofer.

Der Weltranglisten-23. hatte am Donnerstag in der letzten Qualifikationsrunde in seiner Auftaktpartie den Vietnamesen Mai Tan Huyen mit 40:37 in 37 Aufnahmen knapp auf Distanz gehalten und war anschließend mit einem klaren 40:20-Erfolg in 22 Aufnahmen gegen den Spanier Sergio Jiménez in den Hauptbewerb eingezogen.

Quali-Aus für Maurer, Szivacz und Kostistansky
Für den Burgenländer Claus Maurer und den Niederösterreicher Herbert Szivacz kam in Ho-Chi-Minh-Stadt bereits in der Vorvorqualifikation das Aus. Maurer unterlag zu Beginn dem Spanier Carlos Crespo mit 20:30 in 24 Aufnahmen und stand anschließend auch gegen den Vietnamesen Minh Thien Vuong mit 20:30 in 27 Aufnahmen auf klar verlorenem Posten. „Ich konnte leider nicht annähernd in Form kommen. Manchmal muss man das akzeptieren“, erklärte Maurer.

In Vietnam vergeblich auf Formsuche – Claus Maurer – Foto (c) SOOP

Szivacz musste sich in seinem Eröffnungsmatch dem Koreaner Sung Won Jang knapp mit 27:30 in 33 Aufnahmen beugen und verabschiedete sich aus der Konkurrenz mit einem 30:10-Sieg in 21 Aufnahmen gegen den Deutschen Gürhan Kabak.

War knapp am Aufstieg in die nächste Qualifikationsrunde dran – Herbert Szivacz – Foto (c) SOOP

Der im nationalen Dreiband-Grand-Prix-Ranking führende Wiener Gerhard Kostistansky blieb in der Vorqualifikation nach Niederlagen gegen den Vietnamesen Nguyen Chi Long (29:35 in 21) und den Kolumbianer José Juan García (21:35 in 21) auf der Strecke.

War mit sehr stark agierenden Gegnern konfrontiert und unterlag in seinen beiden Begegnungen – Gerhard Kostistansky – Foto (c) SOOP

Weltcup-Endrundenqualifikation und Preisgeld unverändert
Bei den Dreiband-Weltcup-Events 2026 werden wie in den Jahren zuvor nach drei Vorqualifikationsdurchgängen in der letzten Qualifikationsrunde in 12 Dreiergruppen 15 Startplätze für den Hauptbewerb ausgespielt. Neben den Gruppensiegern schaffen auch die drei besten Gruppenzweiten den Sprung in die Letzten 32. Direkt für den Hauptbewerb qualifiziert sind die Top 14 der UMB-Weltrangliste sowie die Empfänger der drei Wildcard-Startplätze.

Die Matches der dritten Vorqualifikationsrunde werden auf 35 Punkte gespielt. Für die Runden davor beträgt die Partie­distanz 30 Punkte. In der Hauptqualifikation liegt das Ausspielziel bei 40 Punkten. Der Gesamtpreisgeldtopf pro Dreiband-Weltcup-Bewerb 2026 beträgt wie im Vorjahr 106.500 Euro. Dem Sieger winkt ein Scheck in Höhe von 16.000 Euro.

Weitere Informationen:
UMB-Dreiband-Weltcup Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam: https://www.umb-carom.org/events/367
Livescore & Livestream: http://umb.cuesco.net/competition/result?idx=204
Dreiband-Weltcup Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Dreiband-Weltcup
Dreiband-Weltrangliste: https://www.umb-carom.org/ranking
Union Mondiale de Billard (UMB): https://www.umb-carom.org/

(a.kronlachner@billardunion.at)

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