Kahofer müht sich bei EM-Generalprobe zu Cadre-71/2-Staatsmeistertitel in Pottendorf

 

02.03.2026. Arnim Kahofer hat am vergangenen Wochenende bei der 79. Österreichischen Staatsmeisterschaft im Cadre 71/2 in Pottendorf seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt.

Der Wiener, der in dieser Disziplin auch bei der bevor­stehenden „All-In-Carambol-Europameisterschaft“ in Antalya, Türkei, als Titelverteidiger ins Rennen geht, blieb in seinen fünf Spielen ungeschlagen, war mit seiner Leistung aber nur bedingt zufrieden.

„Ich habe eine sehr gute erste Partie gehabt, und dann waren in der Partie darauf so viele blöde Fehler, und ich habe mich dadurch verunsichern lassen. Ich habe viele tolle Bälle gespielt, aber auch zu viele leichte Fehler bei den Ziehern und bei den Kopfstößen gemacht. Es war für mich eigentlich im Großen und Ganzen – auch wenn ich gewonnen habe – eine verpatzte Generalprobe. Die ist aber manchmal auch ganz gut, um dann wirklich sehr konzentriert in die Europameister­schaft hineinzugehen. Ich weiß, dass ich es kann, und deswegen bin ich auch zuversichtlich, und ich denke, ich werde eine gute Leistung dort abrufen können“, resümierte Kahofer.

Arnim Kahofer überzeugte in Pottendorf vor allem in seiner ersten Partie gegen Gregor Karner – Foto (c) ÖBU/Andreas Kronlachner

Österreichs Carambolstar gelang zunächst am Freitag ein furioser Start mit einem 200:2-Sieg in nur zwei Aufnahmen gegen den Wieselburger Gregor Karner. Kahofer startete in dieses Match mit 16 Punkten und legte nach einem Patzer bei einem Rückzieher aus Bandennähe und nur zwei Zählern seines Gegners mit der Turnierhöchstserie von 184 nach.

Das zweite Match gegen Pottendorf-Lokalmatador Andreas Reichner am Samstag ging dann aber bereits nach zahlreichen vermeidbaren Fehlstößen über lange elf Aufnahmen, und auch die unmittelbar darauffolgende dritte Begegnung gegen Thomas Wagner vom Billardsportklub Augarten zog sich über zwölf Anläufe.

Am Finaltag zeigte Kahofer dann gegen Wiener-Billard-Assoziation-Vereinskollegen Michael Hikl mit einem 200:108-Erfolg in sechs Aufnahmen wieder ansteigende Form. Die alles entscheidende Partie um den Titelgewinn gegen seinen in dieser Saison ebenfalls zur WBA gewechselten Jugendfreund Patrick André lief in zehn Aufnahmen und einem knappen 200:174-Sieg aber wieder etwas aus dem Ruder.

André, im Eingangsklassement auf Position 3 geführt, hatte sich nach Siegen gegen Thomas Wagner (200:67 in 12) und gegen Gregor Karner (200:64 in 16) am Samstagabend mit einem 200:124-Sieg in zehn Aufnahmen gegen Michael Hikl für den finalen Showdown gegen Kahofer empfohlen. Am Sonntag kam beim ehemaligen Classics-Junioreneuropameister die Leistungsspitze jedoch bereits bei seinem 200:47-Sieg gegen Andreas Reichner, den er in sechs Aufnahmen bezwang.

Hatte seine Chance im Finale gegen Jugendfreund Arnim Kahofer, kämpfte sich nach großen Rückstand auch auf Augenhöhe, verpasste dann aber den finalen Punch zum Sieg – Patrick André – Foto (c) ÖBU/Andreas Kronlachner

EM-Starter Michael Hikl setzte sich ebenfalls gegen Andreas Reichner (200:70 in 11), Thomas Wagner (200:78 in 14) und Gregor Karner (200:73 in 10) durch und belegte im Endklassement Platz 3. Andreas Reichner, der sowohl Thomas Wagner (200:45 in 20) als auch Gregor Karner (200:124 in 17) bezwang, erreichte Rang 4. Das Duell um Platz 5 und 6 entschied Thomas Wagner gegen Gregor Karner mit einem 88:73-Erfolg in 20 Aufnahmen für sich.

Michael Hikl bei einem Massé-Stoß unter den Augen von BSVÖ-Schiedsrichter Walter Starkow und Gegner Andreas Reichner – Foto (c) ÖBU/Andreas Kronlachner
Spielte seine Top-Partie im Niederösterreicher-Duell gegen Gregor Karner – Andreas Reichner – Foto (c) ÖBU/Andreas Kronlachner
Freut sich auf seinen unmittelbar bevorstehenden Vorband-Stoß – Thomas Wagner unter den wachsamen Augen von BSVÖ-Schiedsrichter-Obmann Walter Huber – Foto (c) ÖBU/Andreas Kronlachner
Bescheinigte dem Spielmaterial allerhöchste Qualität, konnte diese Basis dann aber nicht zu einer persönlichen Spitzenleistung nutzen – Gregor Karner – Foto (c) ÖBU/Andreas Kronlachner

Für Kahofer und Hikl war dieser Wettkampf die letzte Formüberprüfung vor den Classics-Europameisterschaften, die heuer vom 7. bis 12. März in Antalya ausgetragen werden. Kahofer wird in der Türkei auch noch im Dreiband-Einzel und im Team­bewerb auf Medaillenjagd gehen, setzt seine Ziele auf EM-Edelmetall aber vor allem in den klassischen Spielarten.

Die 79. Österreichische Staatsmeisterschaft im Cadre 71/2 wurde im „Round-Robin“-Modus (jeder gegen jeden) gespielt. Die Partiedistanz betrug 200 Punkte bei maximal 20 Aufnahmen. Der Billard Sport Klub Pottendorf war erstmals Austragungsort der Staatsmeisterschaft im Cadre 71/2.

Die drei Tage dauernde Konkurrenz wurde im YouTube-ÖBU-Livestream: übertragen:
                                                                 Tisch A                                             Tisch B (mit Kommentar)
Fr. 27. 2.    https://youtube.com/live/54vIHktsm6c    https://youtube.com/live/obDhcuv4uNk
Sa. 28. 2.   https://youtube.com/live/CXrs2PpQ8AQ    https://youtube.com/live/xNHPmOm1jcU
So. 1. 3.     https://youtube.com/live/XBSeIdytdSw    https://youtube.com/live/jZBfweE_1PA

Weitere Informationen:
Detailergebnisse 79. ÖSTM Cadre 71/2, Pottendorf: https://www.bsvoe.com/ergebnis/nmc-id/69a486a498f72bcd65c4957c/
Spielort: Billard Sport Klub Pottendorf: Esterhazystraße 1, 2486 Pottendorf
Österreichische Staatsmeister im Cadre 71/2: https://www.bsvoe.com/cadre-712/

(a.kronlachner@billardunion.at)

Zurück