Pottendorf patzt bei Dreiband-Bundesliga-Rückrundenstart – Neusiedl startet mit Auswärtssieg

 

21.01.2026. Titelverteidiger und Tabellenführer Pottendorf hat zum Start der Rückrunde in der 1. Dreiband-Bundesliga einen herben Dämpfer einstecken müssen.

Die Niederösterreicher, angeführt von Dreiband-Vizestaatsmeister Herbert Szivacz, unterlagen im Auswärtsspiel gegen den Eisenstädter Billardclub überraschend mit 3:5 und kassierten damit die erste Bundesliga-Niederlage seit der Sportsaison 2022/23.

Szivacz zeigte dabei im Match auf Tisch 1 mit einem 40:29-Erfolg in 25 Aufnahmen gegen Patrick Butora die beste Leistung des Abends, erhielt aber wenig Unterstützung durch seine Teamkollegen. Alexander Weiss musste sich auf Tisch 2 Péter Varga klar mit 29:39 in 50 Aufnahmen geschlagen geben. Deutschland-Legionär Tay-Dien Truong gab sein Spiel auf Position 3 mit 30:40 in 42 Aufnahmen gegen Stefan Kremsner ab, und Dominik Nebuda trennte sich auf Tisch 4 gegen Eisenstadts Manfred Dreiszker mit 22:22 unentschieden nach 50 Aufnahmen.

Herbert Szivacz (li., Archivbild) war der einizge Pottendorfer, der in Eisenstadt gute Form zeigte – Foto (c) ÖBU/Andreas Kronlachner

„Das war viel zu wenig. Bis auf Herbert haben wir alle deutlich unter unserem Niveau gespielt und die Rechnung dafür präsentiert bekommen. Wir sind zwar nach wie vor Tabellenführer, aber nach so einem Ausrutscher müssen wir auf alle Fälle die richtige Reaktion in den kommenden Runden zeigen, um weiter auf Titelkurs zu bleiben“, sagte Alexander Weiss.

Vizemeister und Tabellenzweiter Neusiedl landete hingegen zum Rückrundenauftakt einen klaren 8:0-Auswärtserfolg bei der Wiener Billard Assoziation (WBA). Bester Mann bei den Burgenländern war der niederländische Legionär Glenn Hofman, der Dreiband-Staatsmeister Arnim Kahofer mit 40:26 in 22 Aufnahmen in Schach hielt und mit 12 die höchste Serie der laufenden Saison egalisierte.

Brachte von den niederländischen Dreiband-Meisterschaften, wo er den Vizetitel holte, eine sehr gute Form nach Wien mit – Glenn Hofman – Foto (c) ÖBU/Andreas Kronlachner
War gegen die zwischenzeitliche Punktelawine seines Gegners am Ende machtlos – Arnim Kahofer – Foto (c) ÖBU/Andreas Kronlachner

Auf Position 2 distanzierte Neusiedls zweiter Legionär, Sergio Jiménez Galera aus Spanien, mit einem starken Finish Michael Hikl mit 40:26 in 26 Aufnahmen.

Mit einer Schluss-Serie von 8 Punkten zu einem souveränen Erfolg – Sergio Jimenez Galera – Foto (c) ÖBU/Andreas Kronlachner
Hielt bis zur Halbzeit sehr gut mit seinem klar favorisierten Gegner mit – Michael Hikl – Foto (c) ÖBU/Andreas Kronlachner

Den glatten Erfolg der Burgenländer komplettierten Gerhard Kostistansky, der auf Tisch 3 Karl Makik mit 40:31 in 32 Aufnahmen bezwang und Mannschaftsführer und Neusiedl-Obmann Claus Maurer, der auf Position 4 mit Andreas Simperler bei seinem 40:24-Sieg in 41 Aufnahmen keine Mühe hatte.

Brachte seine Partie gegen Karl Makik sicher ins Ziel – Gerhard Kostistansky – Foto (c) ÖBU/Andreas Kronlachner
Kämpfte sich ins Match und sorgte in der zweiten Halbzeit mit einigen Punkteserien für klare Verhältnisse – Claus Maurer

„Wir waren gut eingestellt und haben gesagt, wir müssen auf jeder Position alles geben. Wir haben gewusst, dass wir mit der WBA eine starke Mannschaft zum Gegner haben, die auch gegen unsere starke Formation punkten kann. Natürlich bin ich überglücklich, dass wir auf jeder Position gut, taktisch und vor allem spielerisch unser Spiel durchbringen konnten. Das eröffnet uns jetzt gute Chancen im weiteren Kampf um den Titel. Das Pottendorfer Ergebnis der letzten Runde kommt uns hier entgegen. Jetzt werden wieder alles daransetzten, am Ende der Saison von der Tabellenspitze zu lachen“, sagte Claus Maurer.

Der Billard Sportclub Elite Wien, am Ende der Hinrunde auf Platz 3, hat in der Rückrunde bereits drei Begegnungen absolviert. Die Wiedener remisierten zum Auftakt auswärts beim Billard Sportklub Augarten und mussten am vergangenen Wochenende auch beim Grazer Billardklub einen Matchpunkt abgeben.

Gestern fertigte der elfmalige Titelträger die zweite Mannschaft der Wiener Billard Assoziation mit 8:0 ab, schloss damit punktemäßig zu Tabellenführer Pottendorf auf, hat aber zwei Spiele mehr als die Niederösterreicher absolviert. Neusiedl lauert mit der gleichen Partienanzahl wie Pottendorf mit zwei Matchpunkten Rückstand auf dem dritten Tabellenplatz. Das Topteam der Wiener Billard Assoziation liegt mit einem Spiel mehr und drei Punkten Rückstand auf Platz 4.

Erneut acht Teams und zwei Legionäre
Die 1. Dreiband-Bundesliga umfasst in der Sportsaison 2025/26 wie in der Vorsaison acht Mannschaften. Gespielt wird im klassischen Meisterschaftsmodus mit Hin- und Rückrunde. Jede Mannschaft hat am Ende 14 Begegnungen (sieben Heim- und sieben Auswärtsspiele) absolviert.

Für jede Begegnung werden pro Team vier Spieler aus einem maximal zwölf Spieler umfassenden Kader zum Einsatz gebracht. Die Reihung der Spieler im Kader erfolgt basierend auf ihrem in der vergangenen Saison erzielten besten Punkte­durchschnitt. Alle vier Spiele im Rahmen einer Begegnung werden auf 40 Punkte bei maximal 50 Aufnahmen ausgetragen. Eine Shot Clock kann, nach Zustimmung beider Teams, zum Einsatz kommen, ist aber nicht verpflichtend.

Das Kontingent an einsatzberechtigten ausländischen Spielern umfasst wie in der Vorsaison zwei Spieler. Diese Spieler müssen eine Spielberechtigung für den Verein am Saisonende beim Coupe d’Europe, der Champions League der Dreiband-Vereinsmannschaften Europas, vorweisen. Die Qualifikation für den seit 1959 ausgetragenen Coupe d’Europe schaffen die beiden am Saisonende erstplatzierten Teams der 1. Dreiband-Bundesliga.

Weitere Informationen:
Dreiband-Bundesliga: https://www.bsvoe.com/kalender/ligen-kalender/liga-tabelle/nmc-id/53abddb01e5444f81f000039/

(a.kronlachner@billardunion.at)

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