Wiener Billard Assoziation bei Carambol-Classics-Europapokal in Frankreich auf Platz 3

 

20.04.2025. Arnim Kahofer, Michael Hikl und Patrick André von der Wiener Billard Assoziation (WBA) haben am vergangenen Wochenende beim Coupe d’Europe Classics in Douai, Frankreich, mit dem dritten Platz erneut einen Medaillenrang erreicht.

Die Vorjahresfinalisten starteten am Donnerstag mit einer überraschenden 2:4-Niederlage gegen den dänischen Vertreter Den Danske Billard Union (DDBK). Nur Patrick André holte im Cadre 47/2 gegen Dan Nielsen mit einem 200:57-Erfolg Siegpunkte für die Wiener. Arnim Kahofer unterlag im Einband Brian Zola Hansen mit 81:100 in 13 Aufnahmen. Michael Hikl kam im Cadre 71/2 gegen Anders Henricksen mit 10:150 in 7 Aufnahmen unter die Räder.

Mit dem Rücken zur Wand gelangen dann aber drei Vorrundensiege in Folge. Am Freitag rangen Kahofer & Co die Niederländer GJ Billiards De Hazelaar mit 4:2 nieder. Hikl (150:124 in 5 Aufnahmen gegen Gert-Jan Veldhuizen) und André mit einem 200:77-Sieg in 5 Aufnahmen gegen Jordy Kanters holten die Siegpunkte in den Cadre-Disziplinen. Kahofer unterlag im Einband Jean-Paul de Bruijn mit 57:100 in 12 Aufnahmen.

Anschließend folgte im zweiten Vorrundengruppendurchgang gegen die Dänen mit einem 4:2 die erfolgreiche Revanche. Kahofer bezwang im Einband Zola-Hansen dieses Mal deutlich mit 100:26 in 12 Aufnahmen und André hielt erneut Nielsen im Cadre 47/2 mit 200:134 in 8 Aufnahmen auf Distanz. Hikl musste hingegen seine zweite Cadre 71/2-Niederlage gegen Hendricksen mit 53:150 in 6 Aufnahmen akzeptieren.

Im entscheidenden Match um den Semifinaleinzug gegen GJ Billiards De Hazelaar lieferte der Cadre-47/2-EM-Bronze-Gewinner am Samstag dann aber wieder ab und bezwang erneut Gert-Jan Veldhuizen mit 150:32 in 5 Aufnahmen im Cadre 71/2. André bekam hingegen von Jordy Kanters im Cadre 47/2 nur 2 Aufnahmen und unterlag mit 71:200. Den Erfolg stellte schließlich Kahofer im Einband sicher, der sicher in dieser Disziplin erstmals in seiner Karriere gegen den mehrfachen Einband-Welt- und Europameister Jean-Paul de Bruijn mit 100:45 in 9 Aufnahmen durchsetzte.

Im Semifinalduell gegen Coupe d’Europe-Ausrichter Entente Douai Carvin toppte der regierende Cadre 71/2-Europameister diese Leistung nochmals und ging auch gegen den bei den Franzosen engagierten belgischen Dreiband-Weltmeister Frederic Caudron erstmals als Sieger vom Tisch. Mit einer Serie von 80 in der 2. Aufnahme sorgte Kahofer für die Vorent-scheidung und brachte am Ende einen 120:90-Erfolg in 6 Aufnahmen ins Ziel.

Ein weiterer Sieg in einer der beiden Cadre-Partien blieb jedoch aus. Atem. Hikl unterlag im Cadre 71/2 Pascal Dessaint mit 147:200 in 7 Aufnahmen. André musste im Cadre 47/2 den zweiten belgischen Legionär im Team der Franzosen, Patrick Niessen, mit 147:250 in 6 Aufnahmen ziehen lassen.

„Wir hatten wirklich einen verpatzten Start gegen die Dänen und dann kam die erste Überraschung mit unserem Sieg gegen die Holländer. Ich habe mir in diesen beiden Partien schwer getan, was sicher auch mit dem Dreiband Weltcup in Bogota zu tun gehabt hat, der meine Vorbereitung verkürzt hat und ich habe auch den Jetlag gespürt. Dann bin ich aber reingekommen und habe meine zweite Partie gegen Zola-Hansen gewonnen und wir haben gegen die Dänen gewonnen haben auch die Holländer ein zweites Mal geschlagen, was überhaupt der Wahnsinn war. Wir musste gewinnen, da ein Unentschieden nicht zum Weiterkommen gereicht hätte“ bilanzierte Kahofer die Vorrundengruppenphase.

„Im Halbfinale schlage ich dann auch noch Frederic zum ersten Mal und Patrick und Michael hatten auch noch gute Möglich-keiten aber es hat dann leider schlussendlich nicht geklappt. Beide haben aber vorher ganz ganz wichtige Partien gewonnen und zu unserer kompakten, geschlossenen Mannschaftsleistung beigetragen. Wir wären natürlich gerne im Finale gewesen und hätten dort auch Chancen gehabt, aber wir müssen auch sagen, dass wir mit dem dritten Platz zufrieden sind“ erklärte der Wiener abschließend.

Patrick André, Arnim Kahofer und Michael Hikl mit der Bronzemedaille beim Coupe d’Europe Classics 2026 in Douai, Frankreich – Foto (c) privat

Im rein französischen Finale setzte sich Douarnenez Valdys gegen die Lokalmatadoren Entente Douai Carvin mit 4:2 durch und holte sich den den Coupe d’Europe-Classics-Titel wieder zurück. Der Vorjahresausrichter hatte 2025 die Titelverteidigung auf heimischen Boden durch eine 2:4-Semifinal-Niederlage gegen die WBA verpasst.

Weitere Informationen:
Coupe d’Europe Classic Teams: https://www.eurobillard.org/events/cdeclassicteams-504.html
Livestreams: https://tv.kozoom.com/en/event/40121
Wikipedia: https://fr.wikipedia.org/wiki/Coupe_d%27Europe_Classic_Teams
Wiener Billard Assoziation: https://www.wba.at/

(a.kronlachner@billardunion.at)

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